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Heilkräuter und Kräutertees

Wissen ― Jan 4, 2021

Frau gießt Tee aus einer schwarzen Kanne in eine helle Schale

Sobald die Tage kürzer werden und die Temperaturen allmählich fallen, wärmen wir uns gerne mit allerlei Arten von Tees und anderen Heißgetränken. Im heutigen Beitrag möchte ich den unterschiedlichen Gewürzen und Kräutern, deren Zubereitungs- arten und Auswirkung auf Gesundheit und Geschmack auf den Grund gehen.

Gewürze und intensive Geschmackseindrücke gehören für mich gerade im Herbst und Winter einfach dazu: Der Duft von Nelken, Zimt und Ingwer verspricht Wärme und Wohlbefinden. Doch nicht alle Kräuter und Gewürze haben die gleiche Wirkung auf den Körper. Manche wirken stoffwechselanregend, andere wiederum beruhigend und ausgleichend.

Wenn’s draußen nass und kalt ist

Eine heiße Tasse Tee gehört zu einem Herbst- und Winternachmittag einfach dazu. Doch welche Kräuter und Gewürze sind Tee-tauglich, aus welchen kann man einen geschmacklich einzigartigen Tee kreieren, wenn man keine fertigen Beutel zu Hause hat? Die Antwort: Minze, Thymian, Kümmel, Fenchel, Ingwer, Curcuma, Zimt und Rosmarin, um nur einige zu nennen. Aus ihnen lassen sich herrliche Heißgetränke zaubern, die typische Wirkungen auf Körper, Geist und Stoffwechsel versprechen. Die wärmende Wirkung verstärkt man, indem vorwiegend zu Ingwer, Zimt, Cardamom und Curcuma gegriffen wird. Diese kreislauf- und stoffwechselanregenden Gewürze wärmen langfristig von innen und schmecken sowohl in selbst gemachten Tees, als auch in Eintöpfen und Suppen.

verschiedene Löffel mit Gewürzen und getrockeneten Kräutern für Tee auf einer Marmorfläche

Muntermacher: Grün- und Schwarztee

Apropos Stoffwechsel anregen: Auch Grün- und Schwarztees können als gesunder Kaffeeersatz herangezogen werden. Eine Ziehzeit von etwa zwei Minuten hat eine anregende Wirkung auf den Körper zur Folge und alles darüber hinaus, ab etwa drei Minuten Ziehzeit, wirkt beruhigend. Die Wassertemperatur sollte dabei nicht allzu hoch gewählt werden, etwa 50-60 °C sind optimal. So kann sich der Geschmack am besten entfalten und die Gerbstoffe, welche bitter schmecken und an das Teewasser abgegeben werden, nehmen nicht überhand.

Welche Wassertemperatur eignet sich für welche Teesorte?

Für unterschiedliche Teesorten sind auch unterschiedliche Temperaturen ideal. Doch nicht jeder besitzt einen Wasserkocher mit genauer Temperaturanzeige. Hierfür empfiehlt es sich, das aufgekochte Wasser einige Minuten stehen und abkühlen zu lassen, bis man den Tee hinzufügt. Direkt nach dem Aufkochen hat das Wasser ca. 95 °C, ideal also für Schwarztee. Grüne und weiße Tees mögen es gerne etwas kühler. Hier empfiehlt es sich, bis zu 10 Minuten nach dem Aufkochen zu warten, also bis das Wasser ca. 60 °C erreicht hat, und erst dann den Tee hinzuzufügen. Kräutertees sollte man mit sprudelnd heißem Wasser aufgießen und dann etwa 5-8 Minuten ziehen lassen – je nach Sorte und persönlichen Geschmacksvorlieben.

Die Hände von 3 Frauen mischen Tee aus getrockneten Kräutern und Blüten zusammen

Kräuter und Gewürze individuell kombinieren

Die Verwendung von Heilkräutern geht bis in die frühe Geschichte des Menschen zurück und das mit gutem Grund. Unterschiedlichste Kombinationen, Verwendungen und Zubereitungsarten machen ihre einzigartige Wirkungsweise aus. Kümmel, Kamille und Fenchel wirken beispielsweise beruhigend auf Magen-Darm-Trakt und Verdauung. Gerade nach schweren Festtagsmenüs ist auf die Wirkung dieser Kräuterkombination Verlass!

Bei Erkältungen und Halsschmerzen sollte man zu Salbei, Lavendelblüten und Rosenblüten greifen: Sie wirken mit einem Löffel Honig wohltuend und schleimlösend. Hat man Zeit und Lust, Kräutertees selbst zu machen, empfiehlt es sich, auf eine gute Durchmischung der Kräuter zu achten sowie sich auf die Kombination drei verschiedener Kräuter zu beschränken und die jeweilige Ziehzeit im Auge zu behalten.
Präventiv lassen sich vor allem Vitamin C-haltige Kräuter einsetzen. Hierzu zählen beispielsweise Brennessel, Petersilie, Bärlauch und Minze. Sowohl geschmacklich als auch die gesundheitliche Wirkung verstärkend, empfehle ich hierzu einen Teelöffel frisch gepressten Zitronensaft zu genießen.

Mariella Schmidmission-nutrition.at