Sternanis

Sternanisfrüchte

Mit seinem würzig-warmen, an Fenchel erinnernden Aroma verfeinert Sternanis süße und pikante Gerichte. Er ist eines der beliebtesten Gewürze in der südchinesischen Küche.

Sternanisfrüchte in einem Glas

Sternanis als Gewürz

Als Gewürz wird Sternanis erst seit etwa 500 Jahren verwendet, davor diente er hauptsächlich als Räucherwerk und als Heilmittel. Schnell avancierte er zu einem der beliebtesten Gewürze Südchinas, wo er salzig-würzige Speisen verfeinert. Das warm-süßliche, leicht bittere Aroma des Sternanis erinnert an Fenchel, Anis und Lakritz. Auch in Europa erfreut er sich großer Beliebtheit. Besonders zur Weihnachtszeit verleiht Sternanis Bäckereien und Desserts seinen Geschmack.

Als Gewürz dienen die getrockneten Balgfrüchte, die sich im Inneren jeder Spitze der sternförmigen Früchte befinden. Gemahlen stellt Sternanis einen Bestandteil des bekannten Fünf-Gewürze-Pulvers dar.

Waffel auf einem Teller mit Schlagobers und KirschenBackzutaten neben einer Teigmasse

Die Verwendung

Sternanis würzt Pikantes wie Fleisch- und Fischgerichte, Suppen und Saucen sowie süße Speisen wie Marmeladen, Tee, Desserts, Kompotte und weihnachtliche Bäckereien. Er sollte jedoch eher sparsam eingesetzt werden, da sein Aroma in Gerichten schnell dominiert. Zur besseren Dosierung können die Zacken des Sternanises problemlos abgebrochen und mitgegart werden.

In Kombination mit Fenchel, Süßholz, Zimt, Galgant, Chili oder Orangen entfalten sich die Aromen des Sternanises besonders hervorragend. Als eines der wenigen Gewürze verliert er auch bei längerer Lagerung kaum Aroma, im Ganzen kann Sternanis problemlos mehrere Jahre im Gewürzschrank aufbewahrt werden.

Tipp!

Sternanis verziert in seiner sternförmigen Schale Gerichte hervorragend. Allerdings eignet sich die Schale nicht zum Verzehr.

Sternanis-Pflanze
Sternanis Landkarte

Die Pflanze

Der immergrüne Sternanisbaum stammt aus den Gebirgen Nordvietnams, wo er auch heute in über 2000 Metern Höhe auf kleinen Plantagen angebaut wird. Der durchschnittlich 10 Meter hohe Baum trägt hellgelbe Blüten, aus denen sich seine sternförmigen Früchte entwickeln. Die Ernte dieser rotbraunen Früchte geschieht nach wie vor in Handarbeit. Sternanis-Früchte bestehen aus meist acht, gelegentlich auch bis zu zwölf Segmenten und dienen nach der Trocknung an der Sonne als Gewürz.

Mit Anis ist Sternanis trotz des ähnlichen Aromas und seines Namens nicht botanisch verwandt. Stattdessen steht der Sternanis-Baum als Pflanze entfernt mit dem Mustkatnuss-Baum in Verbindung.

Factbox

Wissenschaftlicher Name
Illicium Verum
Familie
Sternanisgewächse (Illiciaceae)
Weitere Namen
Badian, Chinesischer Anis, Echter Sternanis
Ursprung
Nordvietnam