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Die Aromen des Kaffees: Arabica und Robusta im Vergleich

Wissen ― Sep 22, 2020

2 Hände halten einen Beutel mit frischen Kaffeebohnen

Du hast Kaffee im Blut und kannst ohne das schwarze Gold nicht in den Tag starten? Dann kennst du bestimmt Arabica und Robusta: Das sind die zwei beliebtesten Kaffeesorten der Welt. Sie unterscheiden sich im Geschmack, Koffeingehalt und nicht zuletzt im Preis. Wir erklären dir, welches Aroma die Kaffeebohnen besitzen, wo die Sorten angebaut werden und welche Gewürze deinen Wachmacher am besten verfeinern.

Der Name kann täuschen

Den meisten Kaffeetrinkern dürfte “Arabica” ein Begriff sein. Der Name ist gleichbedeutend mit Qualität, vollem Aroma und Verpackungen mit aufgedrucktem Gütesiegel. Die Kaffeesorte macht fast 70% des weltweiten Kaffeeanbaus aus und ist vor “Robusta” die beliebteste Kaffeesorte. Der etwas unzart klingende Name Robusta lässt eher an ein schwedisches Möbelstück denken als an eine aromatische Erfahrung. Das ist schade, verbirgt sich hinter der Bohne doch ein ebenso unverwechselbar-würziger Geschmack.

2 Tassen mit Espresso und Crema auf einem Holz-Untergrund

Der Geschmack steckt im Detail

Hat Arabica ein fruchtig-blumiges, leicht süßes Aroma, besitzt Robusta einen etwas bitteren, an Holz und Erde erinnernden Geschmack, der bei der richtigen Zubereitung jedoch genau so verführerisch sein kann. Hier liegt allerdings das Problem begraben: Arabica ist wesentlich einfacher zu rösten als Robusta. Stimmt die Zeit oder Temperatur der Röstung nicht perfekt, ist das dem Arabica zwar anzumerken, er schmeckt aber immer noch vollmundig und fein. Geht bei der Verarbeitung von Robusta etwas schief, wird der Kaffee bitter und beinahe ungenießbar kräftig. Die divenhafte Bohne verleiht aber eine umwerfende Crema, die deutlich länger anhält. In Italien, dem Land des Espressos, ist Robusta deshalb so beliebt.

Anbau und Aussehen der Bohnen: Das solltest du wissen

Dass die zwei Kaffeesorten so unterschiedliche Aromen ausbilden, liegt nicht zuletzt an der Anbauhöhe der Pflanze. Arabica wächst in Brasilien, Kolumbien und Äthiopien auf bis zu 2.300 Metern. Dadurch brauchen die Kaffeekirschen zwar länger um zu reifen, bilden aber komplexere Aromen aus. Robusta hingegen gedeiht in tieferen Lagen auf bis zu 600 Höhenmetern – ideal für den Anbau in Vietnam, Indonesien und Brasilien. Dafür besitzt Robusta gegenüber Arabica einen entscheidenden Vorteil: In den Bohnen ist zwei- bis viermal so viel Koffein enthalten. Ein Espresso-Shot wirkt auf dich daher sehr viel belebender, wenn du dich für Robusta anstatt für Arabica entscheidest.

Im Supermarkt sind meistens nur Mischungen mit Arabica-Sorten oder mit einem geringen Anteil an Robusta-Bohnen zu finden. Falls du dir unsicher bist, um welche Sorte es sich bei deinem Lieblingskaffee handelt, kannst du das ganz leicht feststellen: Arabica-Bohnen sind länglich und besitzen eine geschwungene Kerbe. Robusta-Bohnen hingegen sind eher rund und haben eine gerade Kerbe.

Kaffe Robusta Arabica

Darf’s ein bisserl mehr sein? – Aromen für deinen Kaffee

Wenn dir das kräftig-bittere Aroma des Robusta zu intensiv ist, solltest du es mit Salz versuchen. Eine Prise davon in deine Tasse gestreut neutralisiert die bitteren Komponenten des Kaffees und verschafft dir ein runderes und milderes Aroma. Wenn du’s gerne süß hast, kannst du dafür auch unsere Salted Caramel-Mühle probieren, das funktioniert natürlich auch mit Arabica hervorragend. Willst du deinen Kaffee noch weiter mit Würze pushen, bieten sich Vanille, Zimt, Muskat, Schokostückchen, Chili oder Cardamom an. Vor allem in Espresso und Filterkaffee entfalten die Gewürze im Zusammenspiel mit Kaffee ein unwiderstehliches Aroma.

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