Brot backen mit Sauerteig

Backen ― 2019 M09 23Schnabula Rasa

2 Hände halten einen Sauerteigaib

Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, wenn du siehst wie aus Mehl, Wasser, Salz und Gewürzen so ein wertvolles Lebensmittel wie Brot entsteht. Diesmal dreht sich alles um das Thema Brot backen und wie du ganz simpel deine leckeren Brotbackideen aus dem Ofen zauberst. Dabei wirst du sehen, wieviel Freude die Arbeit mit den Händen und das Herstellen des Sauerteiges macht.

Mehl und was du darüber wissen musst

Hauptsächlich wird Getreide wie Weizen, Dinkel oder Roggen zum Brot backen verwendet. Zudem ist eine gute Mehlqualität wesentlich für das Gelingen von Brot und Gebäck. Hast du eine Mühle in deiner Nähe, hast du das große Glück, frisch gemahlenes Mehl direkt beziehen zu können. Kaufst du dein Mehl fertig, solltest du ein paar Dinge beachten. Je höher die Typenanzahl auf der Mehlpackung, desto höher ist der Mineralstoffgehalt und desto hochwertiger ist das Mehl. Mehl mit einer hohen Zahl enthält mehr von den äußeren Randschichten eines Korns, wohingegen bei einer niedrigen Zahl die Randschichten fast gänzlich fehlen. Ist der Schalenanteil im Mehl niedrig, ist der Mineralstoff-, Ballaststoff- und Vitamingehalt um einiges geringer, jedoch verbessern sich die Quell- und Backeigenschaften deutlich und das Mehl ist länger haltbar. Jetzt ist auch klar, warum gekauftes Brot im Supermarkt meist aus weißem Mehl mit niedriger Typenanzahl besteht.

Vorteig eines Sauerteiges

Sauerteig ist keine Hexerei

Durch das Brotbacken mit Sauerteig kann die Stärke des Mehls besser quellen, das Brot ist länger haltbar, bekömmlicher und unglaublich saftig. Außerdem erhältst du zusammen mit köstlichen Gewürzen einen unverwechselbar kräftigen Geschmack. Die Scheu vor der Zubereitung von Sauerteigansatz ist völlig unbegründet. Roggenmehl, Wasser und Zeit sind die einzigen Zutaten, die du für deinen Sauerteig brauchst. Jeden Tag ein wenig Zuwendung und am 5. Tag ist dein Sauerteig fertig. Danach kannst du ihn für viele tolle Brotrezepte verwenden oder in einem Schraubglas verschlossen bis zu 4 Wochen im Kühlschrank lagern. Ein tolles und einfaches Rezept für ein klassisches Sauerteig-Brot findest du auf dem Blog von Eat this.

Brotgewürze für das gewisse Extra

Sehr oft sind es die einfachen Dinge, wie der Duft nach frischem Brot, die Kindheitserinnerungen und besondere Erlebnisse mit Menschen in uns wecken. Gewürze verleihen deinem selbst gemachten Brot das gewisse Extra und sind dazu auch noch prima für deine Verdauung. Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel sind die Grundgewürze beim Backen von Brot und Gebäck. Auch Salz im Brot hat einen ganz wesentlichen Einfluss darauf, ob uns ein Brot schmeckt oder nicht. Ein riesiger Vorteil beim Selberbacken ist, dass du selbst entscheiden kannst, wieviel Salz und welche Gewürze du verwendest. Du weißt ganz genau was drinsteckt und kannst beim Mehl auch noch auf Regionalität und Qualität achten.

Die per Hand geformten Sauerteiglaibe werden in Backformen gelegt

Tipps für gutes Gelingen

Die Zutaten bei Rezepten genau abwiegen, damit der Teig auch wirklich die richtige Konsistenz hat. Während der Rastzeit den Teig immer zudecken, damit er nicht austrocknen kann. Dabei reicht ein Geschirrtuch völlig aus. Den Backofen solltest du am besten gut vorheizen und gleich 10 Minuten auf der angegebenen Temperatur laufen lassen. Bestenfalls mit viel Dampf backen. Hat dein Backofen keine Dampffunktion, stellst du bereits zum Vorheizen ein Gefäß auf die unterste Ebene vom Ofen. Sobald das Brot in den Backofen kommt, gibst du Wasser in die feuerfeste Form. So geht dein Brot perfekt auf. Um sicherzugehen, dass das Brot fertig gebacken ist, machst du am besten den Klopftest. Dabei klopfst du mit dem Finger auf die Unterseite vom fertigen Brot. Klingt es hohl, ist dein Brot fertig und dem Genuss steht nichts mehr im Weg. Schließlich geht nicht über ein warmes Stück Brot mit Butter.

Viele leckere Rezepte für Aufstriche und Dips, die dein frisches Brot perfekt ergänzen, findest du auf www.schnabularasa.com