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5 Zero Waste Tipps für die Küche

Tipps und Tricks ― 11. Jan. 2022

Mit kleinen Veränderungen kann man viel Küchenabfall sparen.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten – eine davon ist, möglichst alles zu verwenden und zu verwerten. Zero Waste, oder auf deutsch „kein Abfall“ lautet das Prinzip. In Österreich landen jährlich über 500.000 Tonnen Lebensmittel aus Haushalten im Müll, das sind rund 60 kg pro Person. Zero Waste tut nicht nur der Umwelt, sondern auch der Geldbörse gut: wer seine Vorräte gut verwertet, wird schnell den einen oder anderen Euro sparen!

Die Küche ist gefolgt vom Badezimmer der Bereich in der Wohnung, wo am meisten Abfall produziert wird. Umgekehrt heißt das: hier kann mit der einen oder anderen Veränderung ganz schön viel erreicht werden. Hier sind fünf Zero Waste Tipps für deine Küche:

Einkaufen mit Plan

Zero Waste beginnt nicht erst bei der Verwertung von Resten, sondern schon beim schlauen Einkaufen. Ein Wochenspeiseplan wie unsere Großmütter ihn erstellt haben, ist keineswegs altmodisch. Notiere die Gerichte, die du kochen möchtest und sieh, von welchen Zutaten du Reste haben wirst. Fleisch- und Fischzutaten verderben schnell und sollten rasch weiterverwendet werden. Kreativ sein ist erlaubt: wenn du nach Rezept kochst, kannst du durchaus die eine oder andere Zutat mit Resten aus einem anderen Gericht ersetzen. Für einen Auflauf passt statt frischer Hühnerbrust übriges Faschiertes genau so gut, Sahne kannst du für viele Rezepte problemlos zu einem Teil durch Milch oder Frischkäse ersetzen.

Ein Einkaufsplan spart Geld und Lebensmittelabfall.

Der letzte Schluck wird der erste sein

Egal ob Wein oder Schlagobers, der letzte Schluck bleibt oft in der Flasche und findet keine Verwendung mehr. All diese letzten Reste können in Eiswürfelformen gegossen und tiefgefroren werden. Wann immer wieder ein Schluck anfällt, füllst du einen oder zwei Würfel damit. Hast du zufällig auch noch Kräuter oder Gewürze übrig, kannst du diese gleich dazugeben. Mit solch einer kleinen Portion Wein, Milch und Co. Lassen sich Saucen und Suppen wunderbar verfeinern. Damit ist beim nächsten Suppenkochen der Gang zum Supermarkt überflüssig und du brauchst keine frische Flasche dafür zu öffnen, die wiederum schnell verwertet werden muss.

Die Gemüsereste ganz einfach zu einer Suppe verwerten.

Ganzes Gemüse, ganze Power

Von den meisten Gemüsesorten kann man vom Strunk bis zur Blattspitze alles essen. Radieschenblätter oder das Karottengrün etwa werden oft achtlos weggeworfen, dabei stecken darin jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Daraus lässt sich ein tolles Pesto mixen und auch dein Smoothie bekommt durch eine Portion Grün einen würzigen Pep. Der Strunk von Brokkoli oder Karfiol mag zwar im Beilagengemüse keinen Platz haben – eine kräftige Suppe lässt sich aber allemal daraus kochen. Bewahre die Reste dazu in einer Glasdose im Gemüsefach des Kühlschrankes auf.

Wusstest du, dass aus Kartoffeln, Süßkartoffeln und Lauch gänzlich neue, früchtetragende Pflanzen wachsen, wenn du sie einpflanzt? Auch Chinakohl und Stangensellerie sind für das sogenannte Regrowing geeignet.

Ein Herz für Brot

Altes Brot ist wohl der Klassiker unter den Küchenresten. Das Scherzerl, mag zuerst niemand essen und nach zwei bis drei Tagen ist es auch schon hart. Dann verbleibt es erst recht in der Brotdose, daneben eine trockene Scheibe Toastbrot. Nutze die Gelegenheit, wenn dein Backofen gerade noch heiß ist, um die Brotreste zu trocknen. Eine Möglichkeit ist es, das Brot in Würfel zu schneiden, um später Knödel oder Croutons daraus zu machen. Auch aus ganzen oder halben Scheiben lassen sich leckere Gerichte zaubern: herzhafter Brotauflauf, ein süßer Scheiterhaufen oder French Toasts schmecken toll und ganz und gar nicht nach Resteküche!

Auf Folien, Beutel und Co. verzichten

Anstelle von Einweg-Backpapier können langlebige Backmatten aus Silikon oder Glasfaser verwendet werden. Bei den handelsüblichen Backblechen ist eine Backunterlage allerdings meist gar nicht notwendig. Sowohl Kekse als auch Pizza und Brote werden sich von einem gut gefetteten und bemehlten Backblech gut lösen.

Anstelle von Einweg-Folien & Co. können wieder verwendbare Alternativen verwendet werden.

Zum Bedecken von angeschnittenem Gemüse oder gekochten Speisen haben sich anstelle der Frischhaltefolie wiederverwendbare Bienenwachstücher bewährt. Manchmal brauchst du diese gar nicht: lege Gemüsestücke einfach mit der Schnittfläche nach unten in ein Glasgefäß. Einen Topf mit gekochten Speisen kannst du ganz einfach mit einem umgedrehten Teller zudecken – es ist keinerlei Folie notwendig.

Viel Freude beim Umsetzen der Zero Waste Tipps!

Bernadette Wurzinger
Bernadette Wurzingereinladungzumessen.com

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