Anis

fliegende Anisfruechte

Mit ihrem süßlichen und besonders intensiven Aroma erinnern Anisfrüchte geschmacklich an Fenchel und Lakritz. Schon die alten Römer entdeckten Anis als Brotgewürz.

Anisfrüchte in einer Schale

Anis als Gewürz

Der süßlich-herbe Geschmack von Anis erinnert an Lakritz und verbleibt auch nach dem Verzehr noch einige Zeit angenehm im Gaumen. Küchen weltweit werden mit dem würzigen Duft des Anis erfüllt besonders populär sind die Früchte allerdings in den Backstuben, da Anis schon seit der Antike als Brot- und Kuchengewürz dient.

Auch abseits der Kulinarik erfreuen sich die Früchte großer Beliebtheit: Zahlreiche alkoholische Getränke beziehen ihr Aroma von Anis. Ob griechischer Ouzo, französischer Pernod oder türkischer Raki, Anis verfeinert Spirituosen rund um die Welt und verleiht ihnen einen charakteristisch-würzigen Geschmack.

Lebkuchenmänner auf BackblechZucker, der gesiebt wird

Die Verwendung

So vielseitig einsetzbar wie Anis ist kaum ein anderes Gewürz. Suppen, Kompott, Gemüse-, Linsen- und Fleischgerichte erhalten eine würzig-süße Note, aber auch Brote und Backwaren, Kuchen und Kekse profitieren von seinem charakteristischen Geschmack. Besonders in Kombination mit Kümmel, Fenchel oder Koriander würzt Anis hervorragend.

Anis dominiert als Gewürz in Gerichten recht schnell, deshalb sollten Sie bei der Dosierung vorsichtig sein – meist genügen schon kleine Mengen. Die Früchte sollten vor der Verwendung kurz ohne Öl geröstet und im Mörser angestoßen werden, da sie so noch mehr Aroma abgeben.

Tipp!

Für manche Bäckereien wird Anis in Weißwein eingeweicht und wieder abgeseiht. So verhilft er etwa der traditionellen Osterpinze zu ihrem feinen Geschmack.

Pflanze Bild

Anisbluete
Ursprungsgebiet von Anis auf der Weltkarte: Guatemala

Die Pflanze

Ursprünglich stammt Anis aus dem östlichen Mittelmeergebiet, heute stellen Russland, Afrika, Mittelamerika und Italien wichtige Anbauländer dar. Nicht zu verwechseln ist Anis mit Sternanis – trotz der Ähnlichkeit im Geschmack stammen beide Gewürze von unterschiedlichen Pflanzen, die nicht miteinander verwandt sind.

Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch, ihre relativ kleinen, weißen Blüten blühen von Juni bis September. Als Gewürz dienen die Früchte und nicht wie häufig fälschlicherweise angenommen die Samen der Pflanze. Anisfrüchte sind eiförmig und etwa 3 bis 5 Millimeter lang.

Factbox

Wissenschaftlicher Name
Pimpinella anisum L.
Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Weitere Namen
Brotsame, Runder Fenchel, Süßer Fenchel, Süßer Kümmel, Taubenanis
Ursprung
Östliches Mittelmeergebiet