Alle Blogartikel

Unsere Palmöl Strategie

2019-12-9

Palmoelplantage aus der Vogelperspektive

Wusstest du, dass Palmöl in vielen Lebensmitteln steckt? Palmöl ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, wie beispielsweise in Nuss-Nougat-Cremes, Streichfetten, Knabbergebäck und Säuglingsnahrung. Auch in vielen Kosmetika und Haushaltsprodukten kommt es zum Einsatz. Für die häufige Verwendung gibt es nachvollziehbare Gründe, aber auch eine wichtige Kehrseite.

Warum wird Palmöl so oft verwendet?

Palmöl gehört, ähnlich wie Kokosfett oder Kakaobutter, zu den wenigen pflanzlichen Fetten, die bei Raumtemperatur fest bleiben. Dadurch lässt es sich in vielen Rezepturen einsetzen, ohne dass Fette technisch gehärtet werden müssen. Das ist relevant, weil bei der teilweisen Härtung (Teilhydrierung) von Pflanzenölen trans-Fettsäuren entstehen können; deren Gehalt in Lebensmitteln ist EU-weit inzwischen gesetzlich begrenzt. Ernährungsphysiologisch enthält Palmöl allerdings – wie andere feste Fette – einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren.
Hinzu kommt: Raffiniertes Palmöl ist geschmacksneutral, oxidations- und hitzestabil und dadurch gut lagerfähig. Das macht es für viele Herstellungsprozesse, wie z. B. Braten, Backen oder Frittieren, technologisch attraktiv.

Palme Mit Fruechten

Woher stammt Palmöl?

Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen. Ursprünglich in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas beheimatet, wird die Ölpalme heute in tropischen Regionen weltweit angebaut, vor allem in Indonesien und Malaysia. Sie trägt ganzjährig Früchte und zählt zu den ertragreichsten Ölpflanzen überhaupt: Pro Hektar Anbaufläche liefert sie deutlich mehr Öl als andere Ölsaaten. Für die Lebensmittelindustrie ist Palmöl damit ein bedeutender Rohstoff, aber leider auch einer, der kritisch betrachtet werden sollte.

Nachhaltigkeit als Branchenthema

Die weltweit steigende Nachfrage nach Palmöl kann negative Folgen für Ökosysteme haben, insbesondere durch Entwaldung und den Verlust artenreicher Lebensräume. Viele rohstoffverarbeitende Unternehmen haben sich deshalb verpflichtet, auf zertifiziertes Palmöl, beispielsweise nach dem Standard des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO), umzustellen. Der RSPO ist ein Zusammenschluss aus Umwelt- und Nichtregierungsorganisationen sowie aus Unternehmen und Institutionen entlang der Palmöl-Wertschöpfungskette. Er legt Kriterien für den Anbau fest und berücksichtigt dabei unter anderem den Schutz von Waldgebieten mit hohem Schutzwert (High Conservation Value).

Palmöl bei Kotányi

In allen von Kotányi eigenentwickelten Rezepturen verzichten wir bereits seit Jahren auf Palmöl. Eine Ausnahme bildet aktuell das zugekaufte Produkt „Röstzwiebel gebacken“, für das ausschließlich RSPO-zertifiziertes Palmöl eingesetzt wird. Zusätzlich wurden unsere Suppen-Rezepturen im Geschäftsjahr 2025 vollständig palmölfrei reformuliert und kommen ab 2026 schrittweise in den Markt.

Orang Utan Mutter mit Nachwuchs

Bewusst einkaufen

Wer beim Einkauf genauer hinsehen möchte, kann auf die Zutatenliste achten und auf Produkte mit zertifizierten Rohstoffen setzen. So lässt sich die eigene Kaufentscheidung an nachvollziehbaren Kriterien ausrichten.

Bring Würze ins Web! Teile diesen Artikel auf ...