Muskat

liegende Muskatnüsse

Um den Handel mit der Blüte und dem Samen des Muskatbaums herrschte ein erbitterter Streit. Ihr harzig-süßes Aroma findet heute vor allem in Weihnachtsbäckereien Verwendung.

Muskatnüsse in einer Schale

Muskat als Gewürz

Neben der Muskatnuss dient auch der sie umgebende Samenmantel, genannt Macis, als Gewürz. Der holzig-warme, wunderbar harzig-süße Muskat-Geschmack ist aus der europäischen und asiatischen Küche nicht wegzudenken. Wissenswertes rund um den Muskatbaum finden Sie unter „Die Pflanze“.

Als die Portugiesen im 16. Jahrhundert die indonesischen Banda-Inseln entdeckten, hielten sie die Quelle für Muskat geheim. Hundert Jahre später wurden sie von den Holländern verdrängt, die das Monopol für das Gewürz einige Zeit hielten. Allerdings trugen die Tauben, welche die Seefahrer begleiteten, die Samen des Baums zu den benachbarten Inseln und verbreiteten so das Gewürz.

Schälen von KartoffelnKartoffelpuree in einer Schüssel

Die Verwendung

Neben Zimt, Sternanis und Nelken ist Muskat als Weihnachtsgewürz bekannt und wird vor allem für Kuchen, Gebäck und Süßwaren verwendet. Darüber hinaus verfeinert das Gewürz Kartoffelpüree, Ragouts, Würste, zahlreiche mediterrane, indische sowie arabische Gemüse- und Fleischgerichte. Auch die klassische Béchamelsauce kommt nicht ohne eine Prise der geriebenen Muskatnuss aus.

Besonders hervorragend lässt sich Muskat mit Cardamom, Pfeffer, Ingwer, Nelken und Zimt kombinieren, er verträgt sich jedoch mit fast allen Gewürzen. Macis wird traditionell für Süßes verwendet, die Muskatnuss verfeinert hingegen Pikantes und Milchprodukte ausgezeichnet.

Tipp!

Muskat sollte Fleisch und Fisch nicht vor dem Anbraten würzen, weil er bei zu großer Hitze schnell bitter werden kann.

Pflanze Bild

Muskatbaum mit Früchten
Ursprungsland von Muskatnuss auf der Weltkarte: Indonesien

Die Pflanze

Der Muskatbaum wird bis zu 20 Meter hoch und trägt jährlich 1.500 bis 2.000 pfirsichgroße Früchte. Jede von ihnen birgt den als Muskatnuss bekannten Samen im Inneren, der von einem orange-roten Samenmantel – der Macis oder Muskatblüte – umgeben ist. Nach wochenlanger Trocknung wird die Muskatnuss aus dem Samenmantel genommen und als Gewürz verwendet.

Der Muskatbaum ist auf den Inseln des Banda-Archipels im Osten Indonesiens heimisch, heute gibt es von ihm allerdings keine Wildform mehr. Obwohl die Macis häufig als Blüte des Muskatbaums bezeichnet wird, handelt es sich bei ihr lediglich um den Samenmantel – die tatsächliche Blüte des Baums ist nicht als Gewürz zu verwenden.

Factbox

Wissenschaftlicher Name
Myristica fragrans
Familie
Muskatnussgewächse (Myristicaceae)
Weitere Namen
Muskatsamen (für die Muskatnuss), Mazis/Macis (für die Muskatblüte)
Ursprung
Indonesien, Grenada