Bärlauch

Bärlauchblätter

Der Geschmack von Bärlauch erinnert an Knoblauch und würzt Suppen, Saucen und Aufstriche hervorragend. Das alpenländische Wildkraut ist Teil der Geschichte Wiens.

Baerlauch Gewuerzbild

Bärlauch als Gewürzkraut

Häufig wird Bärlauch als Ersatz für Knoblauch verwendet, das erlesene Aroma des Krauts ist aber wesentlich feiner im Geschmack. Durch seine Milde ähnelt das Alpenkraut eher Schnittlauch und verfeinert vor allem traditionell österreichische und süddeutsche Gerichte, findet aber zusehends auch in der modernen Küche Verwendung.

Mit Beginn des Ersten und noch bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg litten zahlreiche Menschen an Hunger. In diesen Jahren waren viele Wiener für die Bärlauch-Vorkommen im Wienerwald dankbar, denn nach der Winterzeit war das Kraut das erste verfügbare Frühlingskraut. Mehr zum Aussehen der Pflanze finden Sie weiter unten.

geschnittenen Bärlauch in einem SiebBaerlauchpesto in einem Glas

Die Verwendung

Die frischen Blätter des Bärlauchs sollten möglichst jung und noch vor der Blüte geerntet werden, da diese das beste Aroma besitzen. Auch getrocknet eignet sich das Kraut wunderbar als Würze für Suppen, Aufstriche, Salate, Fleischgerichte, Püree und Saucen wie Pesto.

Der Geschmack von Bärlauch ist besonders hitzeempfindlich. Die gehackten Blätter sollten daher erst kurz vor dem Servieren unter die heißen Speisen gemischt werden, ansonsten verlieren Sie rasch an Aroma. Eine vorzügliche Ausnahme hiervon sind Fleisch- und Geflügelgerichte, die mit Bärlauch gefüllt sind und ihren Geschmack so langsam entfalten können.

Tipp!

Aus einem Brot mit Käseaufstrich (etwa Brimsen) macht gehackter Bärlauch und eine Prise scharfes Paprikapulver eine Delikatesse!

Pflanze Bild

Bärlauchblüte
Ursprungsgebiet von Baerlauch auf der Weltkarte

Die Pflanze

Von Mitte März bis Anfang Mai hat Bärlauch in den Auen und Flusswäldern des Alpenraums Saison. Danach wächst das Kraut zwar noch vereinzelt, nach der Blütezeit eignet sich Bärlauch allerdings nicht mehr für die Küche. Er erreicht eine Höhe von bis zu einem halben Meter, die doldigen Blütenstände tragen weiße, sternförmige Blüten. Wie Knoblauch und Zwiebel zählt Bärlauch zur Familie der Lauchgewächse, seine Knolle ist hingegen wesentlich kleiner und findet nur sehr selten kulinarische Verwendung.

Beim Pflücken von Bärlauch ist Vorsicht geboten, denn häufig wird er mit den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt!

Factbox

Wissenschaftlicher Name
Allium ursinum L.
Familie
Lauchgewächse (Alliaceae)
Weitere Namen
Wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Ramsen
Ursprung
Alpenländischer Raum