Vegan Grillen leicht gemacht

Grillen ― 2019 M07 23Schnabula Rasa

auf einem Teller angerichtete Gemüsespieße

Sommerzeit ist Grillzeit! Das bedeutet gemeinsames Schlemmen an lauen Abenden im Garten zusammen mit Freunden und der Familie. Dabei kann auch köstlich rein pflanzlich gegrillt werden. Wer jetzt nur an einsame Zucchinischeiben auf dem Rost denkt, liegt ganz falsch. Grill, Feuer, Zange, los!

Den richtigen Griller finden

Der beliebte Holzkohlengrill ist quasi die Urform des häuslichen Grillens. Damit seine Glut ruckzuck die ideale Temperatur erreicht, verwendest du am besten Grillanzünder aus Holzfasern. Sie sind ökologisch nachhaltig und besitzen weder Paraffin noch Petroleum oder Kerosin. Ist der Funke erst übergesprungen, lohnt es sich, bei Kohle und Briketts auf große Stücke zu setzen. Denn diese halten die Hitze länger und die Glut lodert noch bis in die Nacht hinein sanft vor sich hin – falls jemand zu später Stunde doch nochmal Hunger bekommt. Außerdem wird dadurch eine große Rauchentwicklung durch Staub vermieden. Natürlich kannst du auch mit einem Gasgrill hervorragend grillen, das sind wahre Hightech-Geräte. Genauso wie Holzkohlengrills gibt es sie in großer Auswahl für unterschiedliche Bedürfnisse und Geldbörsen.

Tofu-/ Gemüsespieße werden mit einem Pinsel mariniert

Gemüse richtig grillen – so wird’s gemacht

Beim veganen Grillen zählen vor allem die äußeren Werte: Würze, Salz und Marinade. Die veganen Grill-Klassiker Zucchini und Melanzani solltest du vor dem Marinieren grob schneiden, gut salzen und etwas abwarten. So entziehst du dem Gemüse das Wasser und es kann die Marinade richtig aufsaugen. Damit das auch klappt, muss du vor dem Marinieren das Salz wieder abwischen oder abspülen und trocken tupfen.

Bei Roten Rüben, Karfiol, Maiskolben und Brokkoli läuft das ganze etwas anders, denn dieses Gemüse solltest du vor dem Marinieren kurz blanchieren und gut abtrocknen. Im Gegensatz dazu kannst du Zwiebel, Pilze, Paprika und Spargel bedenkenlos roh in die Marinade und anschließend auf den Rost legen. Manche Gemüsesorten werden allerdings schneller gar als andere. Deshalb sollten weiche Sorten wie Zucchini oder Zwiebel und hartes Gemüse wie Mais und Karotten jeweils gemeinsam vor sich hin brutzeln.

Veganes Grillen ist mehr als Gemüse

Gemüse ist dir zu langweilig? Dann versuch’s mal mit Tofu, Räuchertofu, Seitan, Tempeh und Lupinen! Wie bei Gemüse geht es auch bei Tofu & Co um die beste Würze und das richtige Würzen. Tofu solltest du vor dem Marinieren gut abtrocknen, erst dann können seine Scheiben oder Würfel die leckeren Aromen aufnehmen. Danach eignet er sich hervorragend dazu, zusammen mit Gemüse auf Holzspieße gesteckt zu werden. Natürlich gibt es dann noch fertige Fleischersatzpatties oder pflanzliche Bratwürste. Hierbei sollte man überlegt einkaufen – bei der Auswahl solltest du auf eine möglichst kurze Zutatenliste achten, das ist ein Zeichen von Qualität. Jegliches Grillgut solltest du auf Grillschalen legen oder auf Holzspieße stecken. Damit das Holz der Spieße nicht anbrennt, solltest du sie am besten eine halbe Stunde in Wasser einlegen.

Vegane Saucen, Salate und Beilagen

Saucen (Rezepte findest du auf meiner Seite schnabularasa.com) und Kräuterbutter schmecken am besten selbstgemacht und sie erfordern kaum Aufwand. Eine vegane Cocktailsauce zum Beispiel ist genauso schnell angerührt wie eine Kräuterbutter aus getrockneten Kräutern und pflanzlicher Butter. Bei den Salaten kannst du dich vom Vogerlsalat über Kartoffelsalat (mein himmlisches Rezept dazu) bis hin zu Linsen- und Nudelsalat austoben, der kulinarischen Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Alles zusammen macht deine veganen Grill-Schlemmerei zu einem Fest! Weitere Vorspeisen und Salate findest du in meinem Blog.

Salat in einer Schüssel mit anderem Gemüse

Den Grill richtig reinigen

Sind alle satt und das Feuer ist erloschen, geht es am besten gleich ans Reinigen. Denn ist der Rost noch heiß, lassen sich angebrannte Reste am leichtesten entfernen. Hast du nach dem Schlemmen keine Lust, gleich nach dem Grillen zu putzen? Kein Problem, auch vor der nächsten Grillparty kannst du während der Aufheizphase den Rost mit einer Drahtbürste reinigen. Danach noch mit etwas Essig und einem Tuch abwischen, fertig!

Du siehst: Etwas Vorbereitung einplanen, ein paar helfende Hände in der Küche organisieren und dem pflanzlichen Grillgenuss beim nächsten Grillabend mit Freunden steht nichts mehr im Weg!