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5 Tipps, wie du Ayurveda in deinen Alltag einbaust

Vitality ― May 12, 2020

Blätter eines Ginkobaums, die von der Sonne durchflutet werden

Ayurveda wird auch als die „Mutter der Medizin“ bezeichnet und wird seit mehr als 3000 Jahren in Indien praktiziert. Mit Ayurveda sollen nicht ausschließlich Krankheiten geheilt, sondern vor allem die Gesundheit erhalten werden. Ayurveda wird bis heute in Indien praktiziert und findet immer mehr Anklang in der westlichen Welt. Hier sind fünf einfache Tipps, wie du Ayurveda in deinem Alltag umsetzen kannst.

Die 3 Doshas

Die Lehre von Ayurveda baut auf den drei Doshas, den Körperkonstitutionen der Menschen auf. Diese werden Vata – Pita – Kapha genannt. Wortwörtlich übersetzt heißt Dosha „Fehler“, oder auch „das, was Probleme bereiten kann“. Jeder Mensch ist eine Mischung aus allen drei Doshas in unterschiedlicher Ausprägung. Oft überwiegt aber ein Dosha. Ziel von Ayurveda ist, dass das individuelle Gleichgewicht der Doshas, das durch schlechte Angewohnheiten wie zum Beispiel falsche Ernährung, Stress, wenig Schlaf und Bewegung, wieder herzustellen.

Jedes Dosha hat seine speziellen Bedürfnisse und was für das eine gilt, muss nicht für das andere gelten. Dennoch gibt es einige Tipps, die du ganz einfach in deinem Alltag umsetzen kannst, auch ohne zu wissen, welches dein Dosha ist.

Frau in weißem Unterhemd trinkt Wasser aus einem Glas

#1: Ausreichend trinken, und das nicht zu kalt

Flüssigkeit ist für unseren Körper wichtig. Das Verdauungsfeuer, im Ayurveda Agni genannt, braucht auch eine Art Betriebstemperatur, um gut arbeiten und die zugeführte Nahrung verwerten zu können. Trinkst du also ganz viel kaltes Wasser zum Essen, dann ist das so, als würdest du plötzlich auf eine kleine Flamme einen Kübel Wasser schütten. Das Feuer erlischt. Aber der Körper braucht sein Verdauungsfeuer. Ayurveda geht davon aus, dass eine halbe Stunde vor und nach dem Essen kein kaltes Wasser getrunken werden soll, damit unser Agni gute Verdauungsarbeit leisten kann.

#2: Gut gekaut ist halb verdaut

Diesen Spruch hast du sicher schon in deiner Kindheit gehört. Das gute Kauen unseres Essens bewirkt, dass die Verdauungsenzyme in unserem Speichel dem Magen schon ein wenig Arbeit beim Verdauen abnehmen. Der Effekt von gut gekauter Nahrung: Du belastest dein Agni nicht so stark, dein Magen ist weniger belastet und schmeckst die Zutaten deiner Nahrung bewusster.

indische Gerichte und Naan nach Ayurveda zubereitet

#3: Tipp 3 - weniger ist oft mehr

Klar sind wir Versuchungen des Alltags ausgesetzt. Ein Sandwich hier, ein Stück Schokolade da. Ein prall gefüllter Magen ist aber eine ziemliche Herausforderung für unser Agni, das Verdauungsfeuer. Es freut sich aber über ein Drittel feste Nahrung, ein Drittel flüssige Nahrung durch Getränke, oder weiches Gemüse, Suppe oder Brei und ein Drittel sollte weder mit fester noch flüssiger Nahrung belastet werden. Durch gutes Kauen erreichst du schneller das Gefühl der Sättigung und dein Verdauungsfeuer hat genug Spielraum um seine Arbeit zu tun. Allerdings braucht es für seine Arbeit Zeit. Zwischen deinen Mahlzeiten sollten also mindestens vier Stunden vergehen. So kommst du auf maximal zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag. Dein Körper wird es dir mit mehr Energie danken.

#4: Frische Lebensmittel sind das A und O

Ayurveda wird meist nur mit indischem Essen in Verbindung gebracht. Es ist aber gar nicht notwendig nur mehr indisch zu kochen. Wichtig für eine Ernährung nach Ayurveda sind nämlich frische und regionale Zutaten. Je weiter die Transportwege, desto mehr Nährstoffe gehen in den Lebensmitteln verloren. Je belasteter die Lebensmittel sind, die du zu dir nimmst, desto weniger positive Auswirkungen haben sie auf dein Prana – nämlich deine Lebenskraft. Die Qualität deiner Nahrung, Sattwa, ist maßgeblich mit deiner persönlichen Energie und Ausgeglichenheit verbunden.

eine Frauenhand gibt ein Ingwerstück in eine Karaffe

#5: Ohne Gewürze nicht komplett

Was wäre Ayurveda ohne Gewürze? Sie dienen nicht nur dazu deinen Gerichten Geschmack zu verleihen, sondern auch dazu dein Dosha auszugleichen. Jedes Dosha hat eine eigene Palette an Gewürzen, die gut tun. Der Kapha Typ spricht zum Beispiel sehr auf scharfe Gewürze, wie zum Beispiel Pfeffer, Ingwer oder Chili an und davon dürfen reichlich in den Speisen vorhanden sein. Der Pita Typ wiederum sollte mit Gewürzen sparsam umgehen. Bekömmlich sind für ihn aber besonders Petersilie, Koriander oder auch Kreuzkümmel.
Allen Doshas gemein ist aber die Verwendung von Ingwer. Er wirkt Agni-anregend und ist somit wieder gute Triebfeder für unser Verdauungsfeuer.

Du siehst, Ayurveda lässt sich gut in unseren Alltag einbauen, auch ohne genau zu wissen, welcher Typ man ist. Denn qualitativ hochwertige, regionale, saisonale Lebensmittel, gut gekaut und schmackhaft gewürzt, finden in jeder Kultur ihren Platz. Probier es aus, du wirst sehen, wie gut es deinem Agni tut. Wenn du mehr über Ayurveda erfahren möchtest, empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag zur Wunderknolle Curcuma.

Carina Werbamobyforty.com