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Fenchel(Foeniculum vulgare) andere Namen Brotsamen, Gewürzfenchel Geschichte Die ältesten Überlieferungen über die Verwendung von Fenchel stammen aus Mesopotamien vor etwa 5.000 Jahren. Die alten Ägypter kannten die Pflanze zwar, bauten sie aber nicht an. Die Griechen kultivierten Fenchel und nannten ihn „marathon“ bzw. „marathron“. Er galt als Zeichen für Erfolg und wurde bei Mysterienspielen in Kranzform getragen. Bei den Römern war Fenchel als Gewürz und als Heilmittel gleichermaßen beliebt. Plinius war der Meinung, dass Fenchel die Sehkraft stärke. Nördlich der Alpen wurde Fenchel überwiegend in Klostergärten gezüchtet, schon zu Zeiten der Römer, aber vor allem im Mittelalter. In Indien wird Fenchel nach dem Essen zur Atemerfrischung und Verdauungsanregung gekaut. Heute wird Fenchel in den Mittelmeerländern, in Bulgarien, China, Japan, Indien, Australien und Amerika angebaut. Botanik Fenchel gehört zu den Doldenblütlern und ist mit Dill, Anis und Kümmel verwandt. Er ist ein- bis zweijährig, ausdauernd und wächst bis zu 2 Meter hoch. Der Echte oder Garten-Fenchel kommt in drei Varietäten vor: Als Gemüse- oder Knollenfenchel, als Wilder oder Bitterfenchel und als Gewürz- oder Süßfenchel. Fenchel hat gefiederte, leuchtend grüne Blätter, blüht von Juli bis September gelb, die Blüten sind doldenförmig angeordnet. Die reifen Früchte des Gewürzfenchels bleiben auch nach dem Trocknen grün, sie werden als Gewürz verwendet. Geschmack Gewürzfenchel schmeckt süß, kräftig-aromatisch und anisartig. Fenchel ist von der Intensität her zwischen Dill (stärker) und Anis (milder) einzuordnen. Der Gehalt an ätherischem Öl, hauptsächlich Anethol, kann stark zwischen einem halben und sechs Prozent schwanken. Größere Früchte aus der Mitte der Dolde sind aromatischer als kleine. Fenchel in der Küche
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